Dancing Donnerstag im Quartier am Hafen

Der Dancing Donnerstag ist zurück aus der Pause- ab sofort können wieder bewegungsinteressierte Menschen unabhängig von Alter und tänzerischer Vorbildung Donnerstags von 19:00-20:15 Uhr aktiv an dem aktuellen Arbeitsprozess eines darstellenden Künstlers teilhaben.

Der Dancing Donnerstag ist keine unbekannte Konstante mehr in der Kölner Tanzszene. Der wöchentlich stattfindende Workshop, organisiert vom Künstlerkollektiv ZAIK, ist offen für alle die neugierig auf die Entwicklung und Methodik  in der Schaffung eines zeitgenössischen Tanzstückes sind.  Wir laden Interessierte ein, sich unter der Leitung unserer Residenzkünstler an einem künstlerischen Rechercheprozess zu beteiligen. Dabei geht es nicht selten interdisziplinär zu; so werden neue Konzepte zeitgenössischer Tanztechnik, choreographische Ideen und Improvisationsansätze ausgetauscht und physisch nachvollziehbar umgesetzt. Sowohl Profis als auch Laientänzer können die individuelle Bewegungssprache und künstlerische Arbeit eines Choreographen kennenlernen.

Kommt also einfach vorbei und bringt bequeme Kleidung mit – eine Voranmeldung ist nicht erforderlich! Und wer weiß, es wäre nicht das 1. Mal, dass aus diesem Austausch die Basis für eine neue Produktion entsteht…

bassocontinuoIm September könnt ihr beim Dancing Donnerstag noch in den Arbeitsprozess von Benedetta Reuter Einblick gewinnen, deren Stück „Basso Continuo“ am 6.10.2017 in der Orangerie Köln Premiere feiert- regelmässige Besucher des Quartier am Hafen haben vielleicht schon die Preview bei uns im Haus gesehen. An den Schnittstellen zwischen Tanz, Musik und Wort lotet die Performance Möglichkeiten und Bilder von Freiheit und Zugehörigkeit jenseits eines konstruierten Selbst und kultureller Zuschreibungen aus. Ein spannendes und sehr aktuelles Thema!

Die Künstler der kommenden Monate:

SEPTEMBER Benedetta Reuter

OKTOBER inability crew

NOVEMBER Geraldine Rosteius

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Dancing Donnerstag,  jeden Donnerstag von 19:00-20:15 Uhr, Teilnahmegebühr 9 €, Ort: Studio 0.11 im Quartier am Hafen.

Voranmeldung nicht notwendig. Teilnahme ohne Vorkenntnisse und tänzerische Vorerfahrung möglich! Bitte bewegungsfreundliche Kleidung mitbringen.

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Finissage mit Vocal Performance und Tanz

Am Freitag, 22. September 2017 laden wir um 19 Uhr zu Tanz und audiovisueller Kunst in unser Haus. Gezeigt werden Ausschnitte aus der Vorpremiere des Tanzstücks „BASSO CONTINUO – My Body is my Home“. Janneke van der Putten zeigt danach ihre audio-visuelle Installation „Directed to the sun“ und präsentiert im Anschluss eine zusammen mit Workshop-Teilnehmern entwickelte Stimm-Performance.

Programmablauf:

19 Uhr Tanz

BASSO CONTINUO – My Body is my Home

Im Rahmen der Künstlerresidenz des Zentrums für Austausch und Innovation (ZAIK) und der Finissage im Q18 laden die Künstlerinnen Benedetta Reuter, Giulia Loli aka Mutamassik und Aurora Rodonò zu einem ersten Showing/Work in Progress ihrer neuen Arbeit „Basso Continuo – My Body is my Home“ ein.

www.orangerie-theater.de/bassocontinuo/

 

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Foto: Gabriëlle Barros Martins

19.30 / 20 Uhr Finissage/Performance

JANNEKE VAN DER PUTTEN featuring Aloardi Collective

Vocal Performances / Audio-Visuelle Installation

Performance: Janneke van der Putten & Workshop-TeilnehmerInnen, 20 Uhr
 

„Ich sehe meine Interventionen als Teil der Landschaft, woran die gesamte Umgebung und ihre Kontexte beteiligt sind.“ – Janneke van der Putten

„Directed to the Sun“ ist eine Stimm-Performance und audio-visuelle Installation der niederländischen Künstlerin und Vokalistin Janneke van der Putten. Die Arbeit entstand 2015 und wird in Köln als „work in progress“ performativ und trialogisch mit den beiden Kuratoren weiterentwickelt. In dem Projekt von 2015 untersuchte van der Putten, wie sich menschliche Rituale auf bestimmte Standorte und Momente kosmologischer Phänomene beziehen und wie sich diese klanglich manifestieren können, so z.B. die Sonnenwende, die Auswirkungen auf den menschlichen Körper hat. Die Sonnenwende kennzeichnet einen Wendepunkt, nämlich wenn die Zeit ihre Richtung ändert und die Tage kürzer oder länger werden. Zur Sonnenwende des 21. Dezember 2014 reiste die Künstlerin zur Chanquillo Sonnenuhr in die Casma Wüste im Norden von Lima, Peru. Gemeinsam mit dem Kollektiv Aloardi (Gabriel Castillo, Chrs Galarreta & Gisella Lopez) wurden der Wind der Wüstenlandschaft mit Textilobjekten und der Singstimme van der Puttens in Einklang gebracht.

„Janneke van der Putten – Directed to the Sun“ ist die dritte Ausstellung der Gesamtreihe „Performance, Kollaboration, Prozess“ die von Jari Ortwig, Kuratorin Q18, und Gastkurator Georg Dietzler, Kurator für Klangkunst und experimentelle Musikprojekte, zusammen mit der Künstlerin weiterentwickelt wird.
20 Uhr Performance

Janneke van der Putten mit den Workshopteilnehmern. Gemeinsam mit den Teilnehmern des vorangegangenen Workshops in Köln wird eine Performance zur Finissage entwickelt. Der Workshop ist unterstützt durch ON – Neue Musik Köln e.V. in Kooperation mit dem  Q18, Quartier am Hafen, Jari Ortwig and Georg Dietzler.
ON – Neue Musik Köln e.V. ist gefördert durch das Kulturamt der Stadt Köln
Die Ausstellung wird gefördert durch das Kulturamt der Stadt Köln und dem Quartier am Hafen GmbH

Willkommen Lia Cunha!

Lia Cunha ist die aktuelle Stipendiatin des Residency Austausch Programms initiiert durch das Quartier am Hafen und dem Goethe-Institut Brasilien und seit letzter Woche in Köln. Sie wird für 2 Monate im Quartier am Hafen arbeiten und Resultate ihres Schaffens u.a. im Rahmen der Kölner Museumsnacht am 4. November bei uns im Hause zeigen.

Das Augenmerk ihres zweimonatigen Residenz-Austauschprogramms liegt in der Kooperation mit Kölner Künstlern und deren Integration in bestehende kollektive und langfristig angelegte Arbeitsprozesse, sowie im künstlerischen Austausch durch Einbeziehung von z.B. Künstlerbüchern, Rundgängen, sowie der Erforschung interdisziplinärer Fragestellungen.

Während ihres Aufenthaltes in Köln plant sie, 3 kollaborative Projekte zu initiieren. Wir freuen uns über Lia’s Anwesenheit und halten euch über die Entwicklung ihrer Projekte auf dem Laufenden.

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Lia Cunha (*1987 in Salvador Bahia, Brasilien) entwickelt ganzheitliche kollaborative Kunstprojekte. Unter dem Label „Duna“, Atelier und Kunstverlag, erforscht sie das Künstlerbuch mit seinen interdisziplinären Möglichkeiten mit dem Fokus auf auf Buchobjekte, Künstlerbücher, illustrierte Bücher, Kinderbücher und musikalische Publikationen.

Link zu ihrem Instagram Profil: www.instagram.com/dunaeditora

Link zu ihrem Facebook Profil: www.facebook.com/dunaeditora

DOZE – Impressionen der Residenzpräsentation aus dem Austauschprogramm Cologne – Marrakech

Die Kooperation Cologne Marrakech der Stipendiaten Evamaria Schaller aus Köln und Simohammed Fettaka aus Marrakesch resultierte Anfang September im Showing von „DOZE“einem Film, der während des Aufenthaltes in Marokko im Mai 2017 und des Residenzaufenthaltes in Köln entwickelt wurde.

„Wie in Marokko, so wird die Straße und die Landschaft auch in Deutschland zum Gedankenzug und stellt unseren Weg der prozessorientierten Kunstschöpfung dar.“

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Evamaria Schaller ist eine Kölner Künstlerin aus Österreich, die vorwiegend ortsspezifisch arbeitet. Ihre Arbeit umfasst Performance-Kunst, Film und Installation. Sie beschäftigt sich mit  alltäglichen Handlungsabläufen und dessen Absurdität, sowie mit der Umwandlung und Dekontextualisierung von Material. Evamaria nutzt ihren Körper als Bezugspunkt, um Skulpturen der Zeit zu schaffen. Sie ist eines der Gründermitglieder des Performance Art Networks PAErsche und arbeitet oft in kollaborativen künstlerischen Prozessen.

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Simohammed Fettaka ist ein multidisziplinärer Künstler, geboren 1981 in Tanger. Simohammed studierte Philosophie und Signalverarbeitung in Marokko und war anschliessend als Filmemacher in Paris tätig.
Er gründete das jährliche Tangiers Filmfestival Cinema Nachia. Seine Arbeit nutzt überwiegend das Medium Film, beinhaltet jedoch auch Fotografie und Collagenkunst und erstreckt sich auf andere Kunstformen wie Installation, Klangkunst und Performance. Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht eine Reflexion über die Darstellung des Bildes.
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QQ – Residency Exchange Programm
 

Das Austauschprogramm bringt einen marokkanischen und einen deutschen multidisziplinären Künstler mit dem Bestreben zusammen, im interkulturellen Austausch kollektiv zu arbeiten, sich kritischen Diskussionen zu stellen, individuelle und kollektive Initiativen zu reflektieren. Es spricht Künstler an die versuchen, ihre künstlerische Arbeit in verschiedenen sozialen und kulturellen Kontexten mit einem Künstler aus einer anderen Disziplin und einer anderen Kultur zu kooperieren, und die interessiert sind, sich im Dialog über Kultur, Kunst und Arbeitsmethoden einem breiteren Publikum zu öffnen.

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Credits: DOZE, Still, Marrakech – Köln, QQ Residency Exchange 2017, Foto: Simohammed Fettaka, Film: Evamaria Schaller